Zum Kulturgut erklärte Burgfestung.


Die Burg von Cervera ist eine islamische Festung, die im 12. Jahrhundert an der Stelle eines alten Kalifats-Hisn auf einem Hügel über dem geografischen Zentrum des Baix Maestrat errichtet wurde. Sie wurde als Grenzburg der Almohaden errichtet und sollte den unaufhaltsamen Vormarsch der christlichen Truppen während der Rückeroberung aufhalten und zusammen mit den Burgen von Peñíscola, Xivert und Morella eine solide Verteidigungslinie bilden.

Nach der Kapitulation der Mauren übernahmen die Kavallerieorden von San Juan del Hospital (1233) und Santa María de Montesa (1319) die Festung, die während des 14., 15. und 16. Jahrhunderts zum politisch-administrativen Zentrum des alten Maestrazgo von Montesa wurde. Das Schloss war die Keimzelle der Mensa Maestral und beherbergte so wichtige Räume wie die Prioratskapelle, das Archiv und die Residenz des Maestre. Die auch als Maestranza de Montesa bekannte Stadt war eine der wichtigsten in der Region und bildete das Zentrum der künftigen Vogtei von Cervera, in der die Gebiete der verschiedenen umliegenden Städte zusammengefasst waren.

Sie wurde von Philipp V. im Spanischen Erbfolgekrieg zerstört und liegt heute in Trümmern, obwohl noch zahlreiche Mauerreste und Türme zu sehen sind, darunter der Huldigungsturm. Die jüngsten archäologischen Untersuchungen haben interessante Funde und Strukturen zutage gefördert. Am interessantesten ist vielleicht ein in den Fels gehauener Sitz, der aus zwei seitlichen Armen und einer Fußbank besteht, auf der die Füße ruhen können, was hypothetisch einer Art eisenzeitlichem oder iberischem Thron entsprechen könnte.

Die ummauerte Anlage mit unregelmäßigem Grundriss und einer Fläche von 5.000 Quadratmetern nimmt den gesamten Gipfel des Hügels ein, auf dem sie errichtet wurde. Hervorzuheben ist der bemerkenswerte Panoramablick auf die gesamte Küstenlinie vom Ebrodelta bis zur Sierra de Irta und das gesamte Hinterland von Maestrazgo.

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